13 April 2018

Friday Fowerday


Jedes Jahr seit ich hier auf dem Hof lebe, kommt mein Schwiegervater einmal rüber,
 um mir Osterglocken, die wild oben am Waldrand wachsen zu bringen. 


Ich freue mich jedes mal über diese nette Geste und fand, da gehört noch etwas mehr mit in die Vase.
Eigentlich ist  es ja eine Wasserflasche, aber mir gefällt so auch.



Rundherum blühen Büsche und Bäume und so bin ich mit der Gartenschere kurz um's Haus.




Der Strauss ist etwas wild, aber mit allen, was momentan bei uns saisonal wächst.

Der Frühling ist momentan so farbenfroh, es macht fröhlich und aktiv.

Allen einen guten Wochenabschluss;)

Herzlich Rita



HolunderblütchenFloralfriday, Freutag, Floral-passion

10 April 2018

Kirschblüten


Es ist wieder soweit und der Kirschblütenbaum in Nachbars Garten ist eine einzige fluffige rosa Wolke. Ich warte jedes Jahr gespannt darauf und geniesse regelrecht diese wunderschöne Fülle.
Die ganze Luft scheint zu fibrieren, denn so viele Insekten wie in dieser Blütezeit findet sich nicht mehr so schnell.


Die Blüten finde ich jedes Mal traumhaft schön.
Davon angestachelt, wollte ich diesen Frühling rechtzeitig fertig sein, 
wenn der Baum wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht.

Ich habe etwas getüftelt und ausprobiert und hier ist nun meine kleine Anleitung entstanden.

0 = Luftmaschen LM, + = Feste Masche FM, t = Stäbchen Stb, c = Kettmache KM      

1. Magischer Ring
2. 5 FM mit KM schliessen.
3. 3 LM in Maschenglied der FM, 3 Stb, 3 LM mit KM schliessen, nä Masche: *1KM, 3 LM, 3Stb., 3 LM, 1 KM* wiederholen bis alle 5 Blütenblätter gehäkelt sind.


Da ich in meinem Baumwollgarnvorrat noch genau ein Knäuel Rosa und Fuchsia hatte, häkelte ich so lange, bis der rosa Knäuel zu Ende war.


Das waren dann doch über 50 kleine Blümchen. Sind sie nicht  schön?
Einen Ast werde ich mir wohl noch suchen oder sie so auf der Schale liegen lassen.


Meine kleine Hommage an den Kirschblütenbaum.
Das Grundstück wird weiterhin gepflegt, aber das Haus steht leer. Ich hatte mir schon so viel Schönes mit diesem kleinen Knusperhäuschen ausgedacht, doch unsere finanziellen Mittel sind bescheiden und so wird es ein Traum bleiben. Meine Hoffnung ist, dass möglichst lange der Baum und das Häuschen dort noch stehen bleiben dürfen.

Geht mit offenen Augen durch die Welt und vielleicht seht auch Ihr einen Kirschblütenbaum!

Herzlich, Rita



creadienstagDienstagsDingehandmadeontuesdaygehäkeltes&gestricktes, annamarieshaakblog




03 April 2018

Fuchsschal




Einen echten Pelz tragen? Das käme bei mir bestimmt nicht vor, aber so, in dieser Art finde ich es ganz witzig;)


Martina  von Räubertöchter.ch hat ein ganz tolles Strickmuster für eien Fuchs-Kinderschal geschrieben.
Meine Angaben zum Schal findet Ihr bei Ravelry.


Der Schal war mal angestrickt, auch schon wieder fertig. Ging ratz-fatz.


Meine Jungs sind aber nun schon etwas aus dem Alter raus und so kommt der Fuchsschal in die Geschenkekiste....

Liebe Martina
Hat total Spass gemacht, den kleinen Kerl zu stricken;)
Vielen Dank für das tolle und simpel erklärte Strickmuster!

Allen einen schönen Tag!

Herzlich, Rita


creadienstagDienstagsDingehandmadeontuesdaygehäkeltes&gestricktes
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01 April 2018

MeMade Frühlingsjäckchen Knitalong 2018



01.04.2018 - Finale: 
Grosse Modenschau der Fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbarem Frühlingswetter am Ostersonntag


Na, wie sieht's aus? Ein lustiges, luftiges und so farbenfrohes Jäggli ist es geworden;)


Die Ärmel sind genügend lang, hier scheint die eine Jackenseite länger, ist sie aber nicht, alles so, wie es in der Anleitung sein sollte.


Ich trage ein schwarzes, langärmliges Shirt, damit die Farben gut zur Geltung kommen.


Der Knopf ist aus meiner Knopfkiste. Einen kleinen Wink Richtung Chanel sollte es sein;)


Das Muster finde ich toll und ich war dann noch plötzlich schnell fertig. Ein aufwändigeres Muster hätte für dieses Jahr nicht drin gelegen, so war es perfekt.

Eckdaten: 9 Knäuel Langyarns "Clown" in der Farbe gelb/pink 0052
Stricknadeln 5 und 5.5


Ich mache es mir nun an der warmen Frühlingssonne gemütlich und tanke etwas Sonnenlicht, 
morgens war es nass und neblig.

Den lieben Organisatorinnen von MeMadeMittwoch ein liebes Dankeschön für die tolle Aktion!
Hier findet Ihr alle anderen fleissigen Strickerinnen im Finale in ihren tollen Jäckchen!

Allen einen frohen Ostersonntag, geniesst die Familie und das Beisammensein.


Herzlich, Rita



 Hier sind alle Termine im Überblick: 
11.02. 2018 - Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne 
18.02.2018  - Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen 
04.03.2018  - Erster Zwischenstand - Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 
18.03.2018  - Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse 
01.04.2018  - Finale: Große Modenschau der fertigen Jäckchen bei hoffentlich wunderbarem Frühlingswetter am Ostersonntag 


30 März 2018

Friday Flowerday



Nichts Grossartiges, aber so ein kleiner Blickfang auf dem Bürotisch, das dachte ich, als ich diese ganz kleinen, zarten, blauen Sternblümchen namens "Schneestolz" in Nachbars Wiese sah.


Heute Morgen frisch gepflückt und in meine kleinste Vase gestellt, ein Schnapsstamperl meiner verstorbenen Oma. 
Sie hat wohl nie daraus getrunken, aber ihr Name steht drauf und das zählt.


Einfach ein kleiner Blickfang, das ist schon viel;)

Herzlich, Rita






24 März 2018

Fastenbrechen


Heute ist also das sogenannte Fastenbrechen.
Ich habe mich gestern sehr darauf gefreut!

Am Mittwoch ging es mir irgendwie nicht so gut, ich fühlte mich müde und roch und sah nur noch Essen. Ich war wohl im Tastentief angekommen. Da wir ja als Gruppe untereinander in einer Whatsapp-Gruppe verbunden waren, schieb ich das und man riet mir, nochmals mit Glaubersalz abzuführen, da wohl noch was im Darm sein könnte, was mir solche Gelüste auf Essen produzierte. Ich dann nochmals tapfer eine Portion getrunken und den Mittwoch Nachmittag fleissig im Badezimmer verbracht. Viel kam nicht, aber danach hatte mein Blutdruck schlapp gemacht. Wohl zu viele Salze ausgeschieden. Ich habe mir dann erlaubt, etwas Meersalz zu nehmen (kam mir ja gar nicht als Schaf vor, das am Lecksten leckt) und fühlte mich dann etwas wohler.

Am Donnerstag Nachmittag war ich recht aufgestellt und konnte meine Strickjacke, die ich momentan bei MeMadeMittwoch stricke fertigstellen, ein Hochgefühl stellte sich ein und auch am Freitag und heute Samstag war ich aktiver als sonst und gut gelaunt, das Fastenhoch war da;)
Den Apfel hatte ich mir extra gekauft, einen der Sorte Jazz, die ich momentan sehr mag und diesen dann "königlich" für mich aufgeschnitten und auf einen Teller gelegt. Es war wirklich ein Genuss und  interessanterweise konnte ich den Apfel nicht fertig essen, da ich bereits nach mehr als einem halben Apfel satt war. Ich staunte nicht schlecht. Im Darm fing es wieder an zu rumpeln, die Verdauung war also wieder aufgewacht. 
Am Mittag machte ich mir eine leichte Kartoffel- Bärlauchsuppe, den ich draussen gepflückt hatte und genoss diese sehr. Dazwischen wieder mal etwas Apfel und weiterhin viel Trinken.

Resümé der Geschichte: 
Es war eine intensive Erfahrung, die ich froh bin, durchgestanden zu haben. Das Vorhaben in einer Gruppe durchzuführen finde ich wichtig, denn alleine hätte ich das nie gemacht. Etwas mehr persönlichen Kontakt wäre sicher auch schön gewesen, aber wegen Terminen am Abend nicht möglich. Als Mutter und Hausfrau zuhause den Alltag weiter zu stemmen und dabei zu fasten schien mir rückblickend das Schwierigste zu sein. Präsent sein und die Familie zu bekochen, das war sehr hart. Das Fasten  hatte so eigentlich "nur" körperlich statt gefunden, was ich sehr schade finde, den Rückzug um die eigene Person war im gewohnten Umfeld nicht gut möglich und ich überlege mir, mal eine Fastenwoche ohne Familie durchzuführen, um auch den Gedanken im neuen Umfeld etwas mehr Raum zu schenken. 

Will ich etwas verändern? Diese Gedanken kamen mir auf, besonders im Bezug auf das Essen. Da ich täglich frisch koche, viel backe und auch konserviere, war da wohl die Frage offen, wo und wieviel geht noch? 
Ich möchte mehr auf die Achtsamkeit des Essens hinlenken, denn oft schlingen meine Männer das Essen nur so runter, schade um die investierte Kochzeit. Länger am Bissen kauen, damit sich der Geschmack und auch das Sättigungsgefühl entwickeln können. Mal ein Brot mehr backen, mehr auf Sauerteig tendieren, mehr trinken. Das ist ja schon mal ganz viel.

Und sonst so? An Körpergewicht habe ich nach dieser Woche 1.5kg abgenommen. Wohl gemerkt, gewogen, als der Darm noch leer war...der kann natürlich viel sammeln.... 
Ich konnte eine Woche lang ohne Rückenschmerzen schlafen, was mich nun natürlich stutzig macht, denn was könnte denn nun als Grund angegeben werden? Ist es der Darm? Die Leber, Gallenblase, die mich nicht schlafen lassen? Ich werde es weiter beobachten, was denn nun geschieht. Geträumt habe ich nichts aussergewöhnliches und andere Gebrechen kann ich auch nicht nennen. Vielleicht kommt erst danach das AHA Erlebnis, wer weiss.


Bald ist Ostern und mit dem Fasten geht  auch für mich ein Lebensabschnitt zu Ende. Ich habe mich nun mehr als 1 Jahr um eine neue Arbeitsstelle bemüht, war in 3 verschiedenen Pflegeheimen schnuppern, hauptsächlich nachts. Ich dachte da, dass ich nachts arbeiten könnte und tagsüber daheim auf dem Hof wäre. Doch die Nächte waren hart und ich kam zu der Erkenntnis, dass das nichts für mich ist. Auch sah ich die Überlastung und den Pflegenotstand, was mich sehr beunruhigte.
Einen Traum wollte ich mir im Spätherbst 2017 erfüllen, wurde ich in einem Belegarztspital angestellt. Doch da musste ich bereits nach wenigen Wochen feststellen, dass diese Welt des Spitalalltags, wie ich es kennen gelernt hatte vor vielen Jahren nicht mehr die war, wie damals. Zeit- und Kostendruck waren oberstes Gebot, der Umgang von vielen Belegärzten dem Pflegepersonal gegenüber war nicht gerade höflich und ich fühlte mich zusehends am falschen Ort. Der Mensch als Mittelpunkt, ein wichtiges Pflegekriterium meinerseits, schien mir verschoben und ich kündigte vor Weihnachten die Probezeit. Es kam mir einer Niederlage gleich und ich hatte daran noch lange zu nagen.

Manchmal ist es so, dass Gewohntes doch nicht so schlecht sein kann und so fange ich am 1. April wieder bei der Gemeindekrankenpflege an. Ich schnupperte zwei verschiedene Dienste und spürte, dass ich am richtigen Ort war. Die gleiche Organisation, bei der ich vor 4 Jahren gekündigt hatte, einfach ein anderer näher gelegener Stützpunkt. 
In der vorgegeben Zeitspanne bin ich für diesen einen Menschen da, kann mich auf ihn konzentrieren und dort helfen, was wichtig ist. 
Einmal Gemeindeschwester, dann wirst Du wohl immer eine bleiben. Ich wurde sehr nett  im Team aufgenommen, es kamen mir bekannte Gesichter entgegen und es fühlte sich richtig an.

3 Jahre des Lernens in der Bäuerinnenschule, einer wunderbaren und lebensnahen Schulzeit und das eher harzige letzte Jahr. Mit dem Fasten scheint es mir, habe ich die letzten 4 Jahre nun los gelassen. Was die nächste Zeit bringen wird, werden wir sehen. Ich versuche nach vorne zu Blicken und freue mich auf die nächsten Schritte.


Das war ein sehr langer Post und ich weiss gar nicht, wann ich das letzte Mal soviel geschrieben habe. Vielleicht alles noch Auswirkungen des Fastens?

Sich mal zurücknehmen, kann den Blick auf die Dinge auch mal verändern.....

Auf alle Fälle allen ein wunderschönes und sonniges Wochenende! 

Herzlich, Rita

Fasten, die ersten Tage

21 März 2018

Schöfli-Brötli



Wie schon letztes Jahr, durfte eine liebe Musikkollegin, die als Handarbeitslehrerin arbeitet, mit ihrer momentanen 2. Klasse bei uns vorbei kommen, um den Kindern das Scheren unserer Schafe zu zeigen.
Da sie erst im späten Morgen kommen wollten, habe ich mich für die Kinder für ein dunkles Brötli entschieden, dazu mein Kinderpunsch, da ja echt kalt ist momentan.


Aus dem  langsam aufgegangenen Teig mit Hilfe der Waage 80g abgemessen und zu kleinen Kugeln geschleift. Diese dann nebeneinander gelegt und noch etwas ruhen lassen.
Mit etwas Mehl bestäubt und ganz zum Schluss mit einer Guetzliform das Schäfli eingepresst und gleich in den Ofen geschoben.


Den Kindern hat es sehr geschmeckt und auch die Optik wurde beachtet;)

Hier mein Rezept dazu:

Schöfli-Brötli

Zutaten:

420g Weissmehl
200g Roggenvollkornmehl
220g Ruchmehl
30g Butter
25g Salz
18g Frischhefe
7-8dl lauwarmes Wasser


So geht's: 

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig vermengen und gute 10min. durchkneten.
Dann den Teig an einem warmen Platz auf das Doppelte aufgehen lassen, was hier etwa 3h gedauert hat. 
Dann den Teig wägen und gleich schwere Kugeln daraus formen.
Auf das mit Backpapier belegte Blech legen, dann nochmals 15-30min gehen lassen.
Leicht mit Mehl bestäuben und auf Wunsch mit Guetzliform eine Form oben einstechen.

Ofen vorheizen auf 220°C , dann 10min bei 220°C , weitere 20min bei 200°C.
Nach dem Backen vom Blech nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

En Guete


Gesunde Brötli für das Znüni;)


Herzlich Rita



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